Erinnern heißt kämpfen – Gegen den islamischen Tugendterror

Wir gedenken Hatun Aynur Sürücü.

Heute vor 15 Jahren wurde Hatun Sürücü ermordet, weil sie ein freies Leben, unabhängig von den strengen Wertvorstellungen ihrer islamischen Familie, wählte. Ihr Bruder richtete sie hin, weil sie sich “wie eine Deutsche benommen hat” und ihr westlicher Lebensstil die ‘Ehre’ der Familie befleckte.

Erinnern heißt kämpfen – Gegen den islamischen Tugendterror

 

hatun sürücü

Keine Kooperation mit der islamistischen Al Huda Moschee!

Folgenden Brief haben wir an die Kooperationspartner des Islamischen Zentrums Kassel geschickt und dokumentieren ihn an dieser Stelle:

“Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben im März vergangenen Jahres auf die politische Ausrichtung des Islamischen Zentrums Kassel (IZK) und der ihr angegliederten Al Huda Moschee aufmerksam gemacht: Die Koranexemplare der verbotenen salafistischen „Lies!“-Kampagne wurden in den Räumlichkeiten des IZK gelagert, Mitglieder der Kampagne haben den Koranunterricht in der Al Huda Moschee besucht und es werden Seminare einer „Islamic Online University“ angeboten, die von Islamisten organisiert wird und die „Islamisierung des Bildungssystems“ zum Ziel hat. Der ägyptische Imam der Gemeinde Mahmoud Abdulaziz solidarisierte sich 2013 mit den Protesten der islamistischen Muslimbruderschaft in Ägypten und war Gründungsmitglied der geplanten ersten muslimischen Kindertagesstätte in Kassel. Darüber hinaus wird die Moschee vom Verfassungsschutz als salafistisch beeinflusst eingestuft und die Hessenschau berichtete über den islamistischen Charakter der Moschee anlässlich der geplanten Kita.

Unsere Pressemitteilung:

https://raccoonsantifa.noblogs.org/post/2019/04/15/pm-erste-muslimische-kindertagesstatte-in-kassel-zusammen-mit-islamisten/

Bericht der Hessenschau:

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/verfassungsschutz-bestaetigt-salafismus-verdacht-gegen-kasseler-kita,salafismus-verdacht-gegen-kita-100.html

&

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/cdu-will-moegliche-verbindung-von-kasseler-kita-zum-salafismus-pruefen,kita-sonnenschein-100.html

Bericht der Lokalzeitung zum IZK:

https://www.hna.de/kassel/wesertor-ort123033/kasseler-moschee-unter-beobachtung-ministerium-prueft-vorwuerfe-gegen-vorsitzenden-ngz-10773969.html

Einschätzung der Islamexpertin Sigrid Herrmann-Marshall:

https://vunv1863.wordpress.com/2018/11/26/kassel-salafistische-einfluesse-auf-gefluechtete-und-kinder/

Viele Gründe also, das IZK und die Al Huda Moschee als Integrationshindernis und Zentrum islamistischer Agitation einzustufen, das ideologisch den Werten der Demokratie zuwider läuft.

Dennoch ist diese Brisanz nicht bei städtischen und zivilen Organisationen angekommen. Immer wieder besuchen Schulklassen die Räumlichkeiten der Moschee, der Ausländerbeirat der Stadt Kassel organisiert gemeinsame Veranstaltungen, es werden interreligiöse Abende mit der katholischen und evangelischen Kirche durchgeführt und das Stadtteilzentrum Wesertor tritt als Sponsor für Veranstaltungen im IZK auf.

Im vergangenen Jahr haben nun auch mindestens zwei Veranstaltungen mit der Kasseler Universität in den Räumen der Al Huda Moschee stattgefunden: zum einen wurde am 19. Juni mit dem International Center for Development and Decent Work der Universität Kassel eine Studentengruppe als Teil eines Austauschprogramms durch die Moschee geführt und zum anderen wurde ein Info-Nachmittag der Universität für Geflüchtete im IZK organisiert, obwohl gerade der Vorsitzende der islamistischen Moschee, Omar Dergui, überregional in der Kritik stand, weil er beruflich in der Flüchtlingsbetreuung tätig ist.

Die politische Mimikry islamistischer Verbände muss aufgedeckt und jegliche Zusammenarbeit mit diesen beendet werden!

Das IZK und die Al Huda Moschee sind kein Freizeitzentrum liberaler Muslime, sondern ein Hort des Islamismus, dem der Geldhahn abgedreht und die Unterstützung versagt werden muss!

Viele Grüße

raccoons – antifaschistische Gruppe aus Kassel

raccoonsantifa.noblogs.org”

 

Die Universität lädt ein

Schulbesuche im IZK

Interreligiöser Abend mit der katholischen und der evangelischen Kirche

Fußballevent des IZK unter der “Schirmherrschaft” des Ausländerbeirats der Stadt

Stadtteilzentrum Wesertor “Offen für Vielfalt” als Unterstützer des Frühlingsfestes des IZK

Delegation des “International Center for Development and Decent Work” der Universität Kassel

Nieder mit der islamischen Republik!

Wir waren gestern auf der Kundgebung in Solidarität mit den Protesten im Iran und haben folgendes Flugblatt an Passanten verteilt:

Blutiges Jubiläum des iranischen Mullah-Regimes

Nieder mit der islamischen Republik!

Vor 40 Jahren hat sich der islamische Klerus an die Spitze der antimonarchischen Revolution gesetzt, die sogenannte „Islamische Republik Iran“ ausgerufen und eine religiös begründete Diktatur geschaffen. Innerhalb des schiitischen Gottesstaats gilt das Rechtssystem der Scharia, der Schleier für die Frau ist obligatorisch und für Ehebruch, „Verstöße gegen Moral“, Gotteslästerung oder den Abfall vom Glauben kann im Iran die Todesstrafe vollstreckt werden.

Das Regime der Mullahs richtet sich dabei gegen jegliche Opposition im Inneren. Parteien wurden nach der Revolution 1979 verboten, ihre Mitglieder inhaftiert, gefoltert und hingerichtet. Das tägliche Leben wurde durch einen moralischen Kodex geregelt und Frauen mit Bekleidungsvorschriften zur islamischen Konformität gezwungen. Die paramilitärische ‘iranische Revolutionsgarde’ wurde geschaffen, um die Einhaltung der islamischen Ordnung zu überwachen und durchzusetzen. Dabei bedient sich das Regime strikter Gewalt, seit seinem Bestehen sind mehrere 10.000 Menschen in iranischen Gefängnissen und Kerkern, aber auch öffentlich hingerichtet worden, darunter alleine 4.000 vermeintliche oder tatsächliche Homosexuelle.

Die Bekämpfung des inneren Feindes geht mit Drohgebärden gegenüber dem äußeren Feind einher und es wird sich auf den heiligen Krieg gegen die Vereinigten Staaten und die Vernichtung des jüdischen Staates Israel eingeschworen. Diese Drohungen sind nicht nur leere Worthülsen: das iranische Regime finanziert Terrornetzwerke in den palästinensischen Autonomiegebieten, in Syrien, im Irak, im Libanon und im Jemen, führte Bombenanschläge auf jüdische Einrichtungen in Argentinien durch und beschoß Israel aus Syrien und dem Libanon immer wieder mit Raketen. Erst vergangenen Jahres wurde aufgedeckt, dass das iranische Regime die Anschläge auf das World Trade Center in Amerika mit ermöglicht hat. Doch immer wieder lehnen sich Menschen innerhalb des Landes gegen das Mullah-Regime auf. Die derzeitigen Proteste mögen sich an der Anhebung des Benzinpreises entzündet haben, doch sind die Forderungen der Protestierenden umfassender.

Die Parolen richten sich gegen die Finanzierung der Hisbollah und der Hamas, der Einmischung in globale Krisenherde, gegen Korruption, gegen die Diktatur und den islamischen Staat als Solchen. Das Regime antwortet in gewohnter Manier mit harten Repressionen, mittlerweile sind mehr als 200 Personen getötet und etwa 3.000 Personen verletzt worden.

Die Bundesregierung versucht sich nach altem Muster in diplomatischen Beschwichtigungen, ganz so als könne mit den Islamfaschisten im Iran durch Dialog ein Konsens im Sinne der Bevölkerung gefunden werden. Gleichzeitig unterminieren sie den Versuch der USA, dem Regime tatsächlich den Geldhahn zuzudrehen und auf einen demokratischen Staat Iran hinzuwirken.

Während die Vereinigten Staaten aus dem Atomdeal ausgestiegen sind und die Sanktionen wieder aufgenommen haben, machten die Europäische Union und der deutsche Bundestag deutlich, dass sie an der Seite der Mullahs stehen, indem sie eine Plattform zur Umgehung der amerikanischen Sanktionen initiierten und dabei Zuspruch von AFD bis Linkspartei erhielten.

Es gilt das berechnende Appeasement der Bundesregierung und der Europäischen Union gegenüber dem Mullah-Regime zu thematisieren und anzugreifen.

Nieder mit der islamischen Republik!

سرنگون باد جمهوری اسلامی ایران

raccoons – kommunistische Gruppe

raccoonsantifa.noblogs.org

PM: DITIB baut neue Moschee in der Nordstadt

Am 31.10.2019 veröffentlichte die DITIB-Gemeinde „Kassel Stadt“, dass sie die Genehmigung zum Bau einer neuen Moschee erhalten habe. Am Westring 47 in der Kasseler Nordstadt, direkt neben dem derzeitigen Vereinszentrum der Gemeinde, wurde das Baugrundstück bereits großräumig freigelegt.

Das Gelände im Westring

Posieren vor dem Rathaus nach der Erlaubnis des Baus durch die Stadt

Bei DITIB, der „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.“ handelt es sich, mittlerweile bekanntermaßen1, um einen nationalistisch-islamistischen Moscheeverband, der der türkischen Behörde für Religionsangelegenheiten Diyanet, und somit Erdogans AKP-Regierung, direkt unterstellt ist. Die ideologische Ausrichtung in allen zentralistisch organisierten DITIB-Gemeinden entspricht denen der islamistischen „Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung“, AKP; aus der Türkei entsandte Imame predigen regierungskonforme Inhalte2. Dazu gehörte bereits mehrfach auch die Mobilmachung gegen Kurdistan: In deutschen Kulturvereinen wird die Community bei Militäreinsätzen gegen Afrin oder Rojava auf Nation und Vaterland eingeschworen, die neoosmanischen Expansionsbestrebungen der Türkei werden in sämtlichen deutschen Provinz-Moscheen mitgefeiert und mitgefühlt3.

Auch die DITIB-Gemeinde der Kasseler Stadtmoschee stellt diesbezüglich keine Ausnahme da. Im Gegenteil: 2018 zeigten ihre Mitglieder die nationalistisch-islamistische Gesinnung gegenüber einer Solidaritätsdemonstration für Afrin ganz offen und posierten mit den faschistischen Erkennungszeichen, dem sogenannten „Wolfs-Gruß“ und dem „Rabia-Gruß“, vor dem Eingang der Stadtmoschee4.

Wolfs- und Rabiagruß vor der DITIB Stadt Moschee

Trotz offen faschistischer Positionierung und der Publikmachung dieser, bezieht „DITIB Kasseler Stadtmoschee e.V.“ nach wie vor finanzielle Unterstützung durch die Stadt Kassel und die Vereinskasse ermöglicht, mit freundlichem Zuschuss durch öffentliche Gelder und Spenden, offenbar den Neubau eines beachtlichen Moscheegebäudes. Diese Einrichtung, so lässt die auf dem Spendenaufruf abgedruckte Sure 9/18 verlauten, besucht ausschließlich „wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, das Gebet verrichtet, die Abgabe entrichtet und niemanden außer Allah fürchtet“. „Götzendiener“ (im vorausgestellten Abschnitt der Sure 9/17), sind laut Koran in den Gebetsstätten Allahs unerwünscht und so bleibt der interkulturelle Dialog und die interreligiöse Integration, für die DITIB durch die Stadt Kassel gefördert wird, wohl weiter nur das Feigenblatt für die regressive Agenda bestehend aus radikalem Islam gepaart mit fanatischem Nationalismus.

Das Werbeplakat der DITIB Kassel Stadt

Wer realistischer Weise nicht glaubt, dass die zuständigen Behörden der Stadt noch einlenken und den Bau verhindern, setzt möglicherweise Hoffnungen auf die lokale Linke: Das Baugrundstück im Westring befindet sich im studentisch-links geprägten Teil der Kasseler Nordstadt, deren Bewohner sich wohl zu großen Teilen selbst als antifaschistisch bezeichnen würden. Konsequenter Antifaschismus müsste ein Aufbegehren gegen den Bau eines weiteren Faschisten-Zentrums im Szene-Viertel Nordstadt bedeuten.

Gegen den Ausbau islamistischer Strukturen!

Das Moscheeprojekt der DITIB in der Nordstadt stoppen!

1 Auch in der bürgerlichen Presse finden sich zahlreiche Artikel, die das Verhältnis zwischen deutschem Moscheeverein und türkischem Staat dargelegt haben. Vgl. bspw.: https://www.deutschlandfunk.de/ditib-ankaras-einfluss-auf-deutschen-moscheeverband.724.de.html?dram:article_id=409350

2 Eine ausführliche ideologische Einordnung der DITIB findet sich in unserer Broschüre „Niemand kann auf Dauer eine Maske tragen“, S.20ff. https://raccoonsantifa.noblogs.org/files/2019/04/akr_brosch%C3%BCre.pdf

3 Ausführlich zu den Mobilmachungen gegen Afrin 2018 und Rojava 2019 innerhalb der türkisch-deutschen Community: https://raccoonsantifa.noblogs.org/post/2019/04/15/afrin-ankara-kassel-die-ideologischen-wellen-der-operation-olivenzweig/ (Afrin 2018) ; https://raccoonsantifa.noblogs.org/post/2019/10/13/turkische-mobilmachung-gegen-rojava/ (Rojava 2019).

Türkische Mobilmachung gegen Rojava

Erneut führt die Türkei einen Angriffskrieg gegen die Kurdinnen und Kurden in Nordsyrien und schwört die türkische Volksgemeinschaft innerhalb und außerhalb der Türkei auf den heiligen Krieg gegen die Ungläubigen ein, der bereits in den ersten Tagen zivile Opfer, Zerstörung und Vertreibung nach sich gezogen hat.

Das türkische ‘Amt für religiöse Angelegenheiten – Diyanet’ und die ihm untergeordnete deutsche Organisation ‘Diyanet İşleri Türk İslam Birliği’ – besser bekannt als DİTİB – liefern die religiöse Rechtfertigung für den Krieg. Die Religionsbehörde veröffentliche am vergangenen Freitag die deutsche Predigt mit dem Titel „Es ist der Tag der Einheit und der Solidarität“ und gebot, die Eroberungssure ‘al-Fath’ aus dem Koran zu rezitieren.

Diyanet Deutsch Webpräsenz mit Link zur Predigt

In der Diyanet-Predigt finden sich Legitimation für Krieg und Märtyrertod im Namen des Islams und der türkischen Nation: „Aber diejenigen, die es auf unser Land abgesehen haben, dessen jedes Zentimeter mit dem gesegneten Blut unserer Märtyrer bewässert ist, sind dazu verdammt, auch heute zu verlieren, genau wie gestern. Weil wir eine enorme Kraft haben, die uns erfolgreich gegen unsere Feinde macht. Diese Kraft ist unser unerschütterlicher Glaube an Allah, unsere aufrichtige Hingabe an den Islam, unsere Liebe zu unserer Heimat, Flagge und Unabhängigkeit.“

Die gesamte Predigt des Direktoriats für religiöse Angelegenheiten

Diese islamistischen und nationalistischen Inhalte haben den Weg in die Freitagspredigt der über 900 Moscheevereine des deutschen Verbands DİTİB gefunden.

Einige Auszüge aus Kassel

In Kassel hat der Imam der Mattenberger DİTİB-Moschee Semih Öğrünç, der bereits 2016 seine Anhängerschaft auf dem Kasseler Königsplatz zum Martyrertod fürs Vaterland aufgefordert hatte, derweil ein Bittgebet veröffentlicht, in dem er Allahs Hilfe für die Soldaten der derzeitigen Offensive anruft, sich mit der expansionistischen Turanbewegung identifiziert und wünscht, dass die Feinde untergehen werden, zusammen mit dem Ausspruch: „Es lebe die türkische Armee!“.

Doch die Mobilmachung geht weit über die Staatsbehörden und ihre Vertreter hinaus, Organisationen der grauen Wölfe oder islamistischen Bewegungen in der Türkei agitieren in Kassel gleichsam für den Angriffskrieg.

Der Vorsitzende der MHP-Moschee in der Rothenditmolder Straße 19a, Seydi Aktas schickt ein Gebet an die Soldaten in Nordsyrien und ruft Allah an, dass diese Armee seine Armee sei und er dafür sorgen soll, dass sie in ihrem Unterfangen siegreich sein wird.

Aktas’ Parteikollege Ali Dagdemir betet gleichermaßen für den Sieg der türkischen Truppen und legitimiert die Offensive und Vernichtung mit einem Zitat des ‘ewigen Oberwolfs’ Alparslan Türkeş: „Unser Recht ist geboren, diejenigen die sich vornehmen uns umzubringen, auszulöschen.“

Der Imam der islamistischen Grauen Wölfe Abspaltung aus der Moschee in der Bunsenstraße 73a wünscht sich von Allah den schnellen Sieg der türkischen Soldaten, die während ihres Feldzug die Eroberersure des Korans rezitieren würden und beschreibt die Soldaten als Hoffnung der Unterdrückten und Armen.

Die Jugendgruppe der türkischen Faruki Moschee aus der Kasseler Sickingenstraße 6-8 fassen sich kurz und veröffentlichen ein Foto, das vier Soldaten mit Waffen im Anschlag zeigt und das sie mit dem Spruch „Wir stehen zu unserer Armee“ kommentieren.

Wieder einmal wird deutlich, dass die türkeistämmigen Moscheeverbände durchweg Organe des politischen Islams darstellen, die sich nach außen betont tolerant, dialogisch und interkulturell geben, gleichzeitig jedoch in die eigene Community die nationalistische und islamistische Ideologie Erdoğans und der türkischen Volksgemeinschaft predigen.

Da sich die Ideologie lediglich in Nuancen unterscheidet und gegen den Feind des Türkentums mobil gemacht werden soll, rückt man auch in Kassel in den vergangenen Jahren zusammen. Durchweg alle türkisch-islamischen Verbände feiern beispielsweise seit zwei Jahren gemeinsam den Geburtstag des Propheten Mohammed und regelmäßig finden Vernetzungstreffen der Gemeinden statt, wie zuletzt am 27. September in der MHP-Moschee, bei dem Jugendliche von den drei Graue Wölfe Organisationen (ATİB, ATB & ADÜTDF), DİTİB, Millî Görüş und der Faruki Moschee zugegen waren.

Darüber hinaus bleibt immer wieder zu betonen, dass türkisch-faschistische Agitation in Kassel weitestgehend ungestört stattfinden kann und dass Zivilgesellschaft und Stadtpolitik nicht nur nicht gegen genannte Verbände vorgehen, sondern DİTİB mit städtischen Geldern unterstützen und mehreren faschistischen Verbänden im städtischen Rat der Religion oder dem Ausländerbeirat eine Plattform geboten wird.

Dass die SPD zur Europawahl in den DİTİB Gemeinden auf Stimmfang geht oder sich die ‘Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten’ (VVN-BDA) in Kassel allen ernstes gegen Antiislamismus positioniert und den Angriff auf die Graue Wölfe Moschee in der Bunsenstraße verurteilt.

Wie schon im Falle Afrins im Frühjahr 2018 bleibt es für uns dabei: Solidarität mit Rojava heißt türkischen Faschismus zu bekämpfen, ob in Kassel oder anderswo!

Veranstaltungen im Herbst

Wir freuen uns gemeinsam mit dem Bündnis gegen Antisemitismus Kassel zu folgenden Veranstaltungen einzuladen:

Antirassismus als Weltanschauung – eine Kritik

Vortrag und Diskussion mit Ingo Elbe | 14.10. | 19 :00 Uhr | Philipp-Scheidemann-Haus

 

Zur Kritik der politischen Ökologie

Vortrag und Diskussion mit Jörg Huber | 21.10. | 19:00 Uhr | Philipp-Scheidemann-Haus

 

Der Exodus der Juden aus der arabischen Welt und dem Iran  – Diskriminierung, Flucht und Vertreibung

Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat | 22.11. | 17:30 Uhr | Philipp-Scheidemann-Haus

 

PM: Faschistisches Event im Landkreis Kassel

Im Februar diesen Jahres hat eine faschistische Musikveranstaltung der Grauen Wölfe in den Räumlichkeiten des Eventsaal Kassel-Calden, in der Flugplatzstraße 31 stattgefunden. Am 17.02. hat die sogenannte Türk Federasyon – die inoffzielle Auslandsorganisation der türkisch-faschistischen „Partei der nationalistischen Bewegung“ – den Saal für ein Konzert mit einschlägig nationalistischen Musikern angemietet und dabei den Saal entsprechend mit faschistischer Symbolik geschmückt. Mehr zur Organisation in dieser Broschüre ab Seite 6: http://raccoons.blogsport.de/images/akR_Broschre_RZ_B.pdf.

Eine riesige Türkeiflagge wurde unter die Decke und eine gleichsam große Fahne mit drei Halbmonden – das Symbol der faschistischen Grauen Wölfe – vor die Fenster gespannt. Dazu zierte ein Banner des Kasseler Ablegers der Organisation mit den Portraits der faschistischen Führer Alparslan Türkeş und Devlet Bahçeli den Saal in Calden. Angekündigt wurden unter anderem der Musiker Mustafa Yıldızdoğan, der ein Loblied auf die faschistische Partei singt (https://www.youtube.com/watch?v=mF5D00cn13A).

Die Auslandsorganisation der MHP versucht mit solchen Veranstaltungen türkische Migranten und Migrantinnen, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben, an die Politik der türkisch-faschistischen Partei zu binden und ihre Ideologie zu verbreiten. Dabei wurde die Veranstaltung von verschiedenen Geschäften – unter anderem vom Eventsaal selbst – unterstützt, wie auf dem angehängten Plakat zu sehen ist.

Diese und andere offen faschistischen Veranstaltungen dürfen nicht ungestört stattfinden.

Vortrag: Zum Verhältnis von Frauen und Islam

Artikel vom 17. Februar 2019

make freedom a threat again – zum Verhältnis von Frauen und Islam

Ein Vortrag mit Nantje Petersen von der Gruppe en arrêt! Berlin
08. März | 19:00 Uhr | Ort wird bekannt gegeben

Im letzten Jahr jagten sich die verschiedensten Schlagzeilen: Berichte über Frauen im Iran, die sich massenhaft gegen das Kopftuch, gegen die islamische Herrschaft zur Wehr setzten. Berichte über Frauen, die der Presse gegenüber einen Ehrenmord an der eigenen Tochter rechtfertigen. Berichte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Deshalb soll es in diesem Jahr am 08. März, dem internationalen Frauentag, um das Verhältnis von Frauen und Islam und somit auch um genau diese Diskrepanz gehen. Zu Gast ist die Referentin Nantje Petersen von der Gruppe en arrêt! aus Berlin zum Thema „make freedom a threat again – zum Verhältnis von Frauen und Islam“:

„In der Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Frauen im und zum Islam bleibt die Diskrepanz zwischen Naivität, Religiosität und Fundamentalismus nicht die einzige; vielmehr scheint sich das Verhältnis entlang multipler Widersprüche wie jenen zwischen Freiwilligkeit und Zwang, Allmacht und Ohnmacht sowie der Trias von Freiheit, Unterwerfung und Unterdrückung zu konstituieren. Die Differenz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung überrascht dabei ebenso wenig wie diejenige zwischen universalistischen und identitätspolitischen Positionen.
Der Vortrag wird auf Grundlage empirischer Daten und theoretischer Überlegungen den Fragen nachgehen, warum der Islam für Frauen attraktiv und Frauen für den Islam relevant sind. Hierzu werden die für Mädchen und Frauen bedeutsamen Motive in der Radikalisierung und Auseinandersetzung mit dem Islam nachgezeichnet, um sich den Positionen und Strategien der Djihadistinnen und ihren hiesigen Apologetinnen annähern und abschließend der Frage nachgehen zu können, warum eine Kritik an dieser Ideologie von kulturrelativistischer und (queer-)feministischer Seite verunmöglicht wird.“

www.facebook.com/enarret
www.raccoons.blogsport.de

PM: Islamistisches Großevent – DİTİB kooperiert mit Grauen Wölfen

Artikel vom 02. Dezember 2018

Am vergangenen Sonntag, den 25. November, haben sich erneut Organisationen aus dem türkisch-islamistischen Spektrum im „Star Events“-Saal, in der Sonnenallee 22a in Fuldatal-Rothwesten zusammen gefunden, um den Geburtstag des islamischen Propheten Mohammed zu feiern.
Programmpunkte waren neben dem Auftritt des türkischen Professors Yasin Pişgin, der an einer Universität in Antalya in der „Abteilung für islamische Grundlagenwissenschaften“ tätig ist sowohl die Themen „Koran“ und „Hadithe“ als auch Film oder das Auftreten eines Kinderchors. Für letzteren wurde auf dem Einladungsplakat mit einer Fotografie von einer älteren Veranstaltung geworben, auf dem die minderjährigen Mädchen verschleiert auftreten.

Eingeladen nach Fuldatal haben insgesamt 20 Organisationen aus Kassel und Nordhessen. Darunter 14 Verbände der „Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V.“ – besser bekannt als DİTİB. Die bundesweiten Skandale (Kinder in Militäruniformen, Spionageverdacht für den türkischen Staat, oder allgemein die direkten Verbindungen zur türkischen AKP-Regierung) um den Moscheeverband machen deutlich, dass bei DİTİB von einem gemäßigt-konservativen Verband keine Rede sein kann. Auch in Nordhessen ist der Verband durch die Märtyrer-Predigt des DİTİB-Imams aus Mattenberg, das von DİTİB-Melsungen veröffentlichte Pamphlet über die „Charakteristika von Juden“ oder auch das Zeigen faschistischer Symbolik vor der DİTİB-Stadt Moschee in die Öffentlichkeit geraten.

Neben DİTİB beteiligten sich drei Kasseler Organisationen, die von Verfassungsschutz und Experten den türkisch-faschistischen sogenannten „Grauen Wölfen“ zugerechnet werden und damit rassenideologische und islamistische Konzepte vertreten: Die ATİB Moschee aus dem Franzgraben im Wesertor, die ADÜTDF Moschee aus der Rothenditmolder Straße in Kassel Mitte und die ATB Moschee aus der Bunsenstraße in der Nordstadt.
Darüber hinaus waren die Faruki Moschee aus der Sickingenstraße und zwei Verbände der „Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş“ (IGMG) aus Felsberg und aus der Kasseler Jägerstraße Mitveranstalter. Die IGMG wird vom Landesamt für Verfassungsschutz Hessen zu Recht unter der Rubtik Islamismus geführt. (Verfassungsschutzbericht LfV Hessen 2017, S. 133ff).

Dass der lange als moderat behauptete Verband DİTİB als verlängerter Arm der AKP-Regierung in Ankara durchaus mit dem Begriff Islamismus zu fassen ist, ist mittlerweile klar belegt. Dass der Verband mit dezidiert islamistischen und rechtsextremen Organisationen zusammenarbeitet sollte daher nicht mehr verwundern und ist auch als Ausdruck des national-islamischen Zusammenrückens in der Türkei gegen „innere und äußere Feinde“ zu deuten.
Die Stadtpolitik muss das Personenpotential und den Organisierungsgrad dieser Organisationen in Kassel und Nordhessen als Problem anerkennen, für diese den Haushalt zur „Förderung der Religion“ streichen und ATİB, ATB, DİTİB und IGMG aus dem Rat der Religionen verbannen.